PGC-Reglement

Geschrieben von | 30 Dezember 2008

§1 Spielmaterial
Gespielt wird die PGC Tour mit dem herkömmlichen PIT GREEN Set, bestehend aus Figur, Clubs, Slider, Golf Bag, Green und Competition Bällen. Es wird empfohlen, dass jeder Spieler mit einer eigenen Figur antritt.

§2 Ziel
Das Ziel ist es, mit möglichst wenigen Schlägen (§ 9 & 10 sind dabei anzuwenden) in das auf dem Green befindliche Hole einzulochen.

§3 Ablauf
Ähnlich zum Golf gilt es, den Ball über einen definierten Parcours (vgl. §7 ff.) anhand von diversen Clubs zu spielen. Dabei wird jeder Schlag gewertet, der über den Slider ausgeführt wurde, es sei denn, dass der Ball zurück in seine ursprüngliche Lage gerät oder der Ball aus Versehen durch Überschlagen des Schwunggelenks rückwärts geschlagen wird. Ein Schieben des Balles nicht erlaubt und führt zu einem Strafschlag (s. §10e).
Die Spieler starten in Flights à 4 – 7 Personen mit einem eigenen Ball.

§4 Turnierfähigkeit
Um ein Turnier für die PGC zuzulassen, muss es folgenden Ansprüchen genügen:

§4a Öffentlichkeit
Das Turnier muss für jedes Communitymitglied theoretisch zugänglich sein.

§4b Turnierteilnehmer
Die Mindestanzahl an Teilnehmern für ein zulässiges PGC Turnier liegt bei 4. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Es sollte allerdings genug Platz für alle Teilnehmer vorhanden, sowie ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sein.

§4c Parcoursanzahl
Die Parcoursanzahl liegt bei 6 Bahnen.

§4d PAR Auflagen
Um ein zum Golf adaptiertes Turnier gewährleisten zu können, sind die Bahnen folgendermaßen zu erstellen:

4 Bahnen à PAR 4
1 Bahn à PAR 5
1 Bahn à PAR 3
Die Reihenfolge ist beliebig. PAR s. § 7b.

§5 Turnierwertigkeit
Die Turnierwertigkeit wird durch das Teilnehmerfeld definiert. Je mehr Spieler teilnehmen, desto höher ist die zu erreichende Punkteanzahl (s. § 6a).

§6 PGC Rangliste
Die Rangliste zeigt die jeweilige Qualität der teilnehmenden Microgolfer. Dabei wird Bezug auf alle gespielten, anerkannten Turniere genommen.

§6a Punktevergabe
Die Turnierwertigkeit (s. §5) gibt Aufschluss über die Punktevergabe für die Rangliste. Sie wird nach folgendem Schlüssel berechnet:

 

Platzierung 1. Kategorie (max.7 Pers.) 2. Kategorie (max.11 P.) 3. Kategorie (max. 15 P.) 4. Kategorie (ab 16 P.)
1 6 10 14 16
2 3,6 6 8,4 9,6
3 2,4 4 5,6 6,4
4 1,8 3 4,2 4,8
5 1,44 2,4 3,36 3,84
6 1,2 2 2,8 3,2
7 1 1,8 2,52 2,88
8 v entfällt v 1,6 2,24 2,56
9   1,5 2,1 2,4
10   1,4 1,96 2,24
11   1,3 1,82 2,08
12   v entfällt v 1,68 1,92
13     1,54 1,76
14     1,4 1,6
15     1,34 1,52
16     v entfällt v 1,44
17       1,36
18       1,28
19       1,2
ab 20       1 (CUT)

 

 

§6b Ranglistenmodus
Die PGC-Punkte eines jeden Spielers werden über zwei Jahre “rollierend” akkumuliert, wobei die Punkte der letzten 13 Wochen (1 Quartal) doppelt zählen. Die Punkte werden dann pro Quartal mit einem (Verkleinerungs-)Faktor gewichtet. Dieser Faktor ist 1.75 nach 13 Wochen, 1.50 nach 26 Wochen, 1.25 nach 39 Wochen…..0.25 nach 91 Wochen und nach zwei Jahren (104 Wochen) werden die Punkte schliesslich total eliminiert. Jeder Spieler wird nach seiner durchschnittlichen Punkteanzahl gereiht, wobei sich die Punkteanzahl aus der Anzahl der Punkte dividiert durch die Anzahl der gespielten Turniere ergibt. Bei Spielern, die in der relevanten Zwei-Jahres-Periode weniger als 4 Turniere gespielt haben, wird ein Minimum-Divisor von 4 für die Berechnung der Durchschnittspunkte herangezogen.

§7 Parcours
Parcours im Sinne der Pit Green Community Ordnung sind Landschaften mit Hindernissen, die keiner Definition bedürfen. Auflagen für die Parcoursanerkennung sind folgend beschrieben. Sind diese Auflagen erfüllt, so gilt der Parcours als zugelassen.

§7a Parcoursentwurf
Es wird empfohlen, dass der Turnierorganisator im Vorfeld die Bahnen kreiert und absteckt (beachte §4).

§7b PAR
Um die Bahnen turniergerecht zu designen ist die PAR Angabe wichtig (s. § 4d). Bei der Berechnung des Par für eine Spielbahn wird immer davon ausgegangen, dass zwei Putts im Radius von 40cm um das Loch herum ausgeführt werden (erweitertes Green). Dazu kommt dann eine bestimmte Anzahl von Schlägen für das Spiel vom Abschlag auf das erweiterte Green. So ergibt sich eine PAR 3 Bahn durch eine direkte Linie vom Abschlag zum Loch, ein PAR 4 kann auch ein Dogleg (Knick) aufweisen, oder aber auch Hindernisse und ein PAR 5 kann sogar zwei Doglegs aufweisen. Das PAR wird vor jeder Bahn angesagt.

§8 Scorecard / Spielablauf
Nach der obligatorischen Begrüßung durch das Organisationskommitee erfolgt die Flighteinteilung durch die Organisation. Danach werden die einzelnen Strecken erläutert und dabei auch die “out of bounds” (s. §10a)- Bereiche benannt.

§8a
Auf der Scorecard (ein Blatt Papier oder ein digitales Abbild) werden die Ergebnisse aller Teilnehmer festgehalten. Jeder Flight benennt am Anfang den Scorecard-Schreiber, der alle Schläge vermerkt.

§8b
 Es beginnt der Spieler, der als erstes auf der Scorecard geführt wird. Im Verlauf einer Bahn schlägt immer der Spieler als nächstes, der am weitesten vom Loch entfernt liegt. Ausnahme: Auf dem erweiterten Green (s. §7b) wird bis zum Putt-In durchgespielt.

§8c
Nach jedem Schlag markiert der Spieler seinen Ball, indem er seine Figur über den Ball stellt. Hat der Spieler keine eigene Figur, so muss er sich die Lage des Balles merken, oder aber beim Ball verweilen.

§8d
Wird ein liegender Ball durch einen anderen Ball getroffen, so wird dieser wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückgelegt. Der gespielte Ball wird normal weitergeführt.

§9 Maximale Schlaganzahl

§9a
Die maximale Schlaganzahl (reguläre Schläge + Strafschläge) liegt bei 14. Kann ein Teilnehmer bis dahin nicht einlochen, so wird ihm eine 14 auf der Scorecard (§8a) eingetragen.

§9b
Erzielen alle Turnier-Teilnehmer auf dem Parcours die Schlagzahl 14, so wird der Parcours für die Turnierwertung aberkannt und muss abgewandelt wiederholt werden.

§10 Strafschläge
Grundsätzlich muss jeder Ball gespielt werden. Manchmal kommt es aber vor, dass der Ball nicht in Richtung Loch zu spielen geht. Dies liegt vor, wenn der Pit nicht in der Lage ist, beide Beine auf den regulären Untergrund zu setzen und dabei einen vollen Schwung auszuführen.

§10a Out of bounds
Landet der Ball abseits des gedachten Parcours, dann wird der Schlag an der Stelle wiederholt, wo er zuvor ausgeführt wurde. Dies kostet einen Strafschlag zu dem ausgeführten Schlag.

§10b Drop
Landet der Ball an einem Hindernis und kann nach §10 nicht gespielt werden, so ist es möglich, den Ball unter Zurechnung eines Strafschlages vom Hindernis abzulegen (1 Pitlänge), aber nie näher zum Loch.

§10c Rehit
Findet man seinen Ball nicht wieder, so ist es möglich, das Loch unter Zurechnung eines Strafschlages mit einem neuen Ball weiterzuführen. Findet der Spieler seinen ursprünglichen Ball wieder, während das Loch noch nicht abgeschlossen wurde, so wird der “provisorische” Ball aus dem Spiel genommen und der ursprüngliche Ball ohne Strafschlag weitergeführt.

§10d Nearest Relief
Landet der Ball in einem Hindernis und kann nach §10 nicht gespielt werden, so ist es möglich, den Ball unter Zurechnung eines Strafschlages aus dem Hindernis zu entfernen und dort weiterzuspielen, wo der Ball zuletzt das Hindernis gekreuzt hat, nie aber näher zum Loch (bei Bedarf mit einer Pitlänge Abstand).

§10e Schieben
Es ist verboten, den Ball mit dem Schläger zu schieben. Dies führt zu einem Strafschlag und einer Wiederholung des Schlages.

§11 Siegerermittlung
Sieger ist die Person, die das Turnier mit den wenigsten Schlägen beendet. Die Punkte sind dementsprechend anzuwenden (s. §6a). Sind zwei oder mehr Teilnehmer punktgleich am Ende eines Turniers, so erhalten sie dieselbe Punktstufe. Ist der erste Platz geteilt, so kommt es zu einem Playoff.

§12 Playoff
Beim Playoff wird die letzte Bahn (Loch 6) erneut gespielt. Sieger ist, wer das Playoff-Hole mit den wenigsten Schlägen erreicht. Bei erneutem Gleichstand wird §12 wiederholt, allerdings die vorletzte Bahn gespielt usw..

§13 PGC-Siegerermittlung
Da die Punkte rollierend akkumuliert werden (s.§6b) gibt es keinen finalen Sieger. Festgehalten wird aber der Stand vom 31.12.xx. Der Führende ist somit Jahressieger.

§14 PGC Matchplay
2x im Jahr finden die PGC Matchplays statt. Dabei handelt es sich um ein K.O. System im Lochspielmodus. Die Kontrahenten werden gelost und spielen über 3 Löcher ein Best-of-three aus. Es ist entscheidend, wer das Loch mit den wenigsten Schlägen für sich entscheidet. Ein Loch wird geteilt, wenn beide Kontrahenten diesselbe Schlagzahl aufweisen. Das Match ist gewonnen, wenn eine Partei mehr Löcher gewonnen hat, als noch ausstehend zu spielen sind. Sind am Ende der 3 Löcher beide Parteien gleichauf, so kommt es zum Sudden Death auf dem vierten Loch usw., bis eine Partei das Loch für sich entscheidet.

1. 2&1 (2 Löcher für Spieler A, bei einem noch ausstehenden Loch)
2. 1 up (Das Match wird erst am 3. Loch entschieden)
3. (4)th hole (nach 3 Löchern Remis, es folgt ein Sudden-Death auf Loch 4 ff.)

Im Team Matchplay gilt das Lochspiel im Foursome-Modus: 2 Parteien à 2 Spieler spielen gegeneinander. Dabei schlagen die Spieler einer Partei abwechselnd den Ball.

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